Dem Winter entfliehen!

...ausser Surfen nichts als Surfen!
El Yaque / Isla Margaritha März 2001

El Yaque ist genau das Richtige für diejenigen unter Euch, die nach 2 Monaten Winter die Nase voll haben und den Schnee unter ihren Boards gegen eine 28°C warme Flachwasserpiste eintauschen möchten. Zu einer Jahreszeit, in der man es auf Europas Stränden eigentlich nur mit der Daunenjacke aus-hält, geniesst man im Surfer´s Paradise El Yaque das Bacardi Feeling bei Sommer, Sonne, Sand und Meer.

Nicht dass die vielen anderen Karibik-Spots das nicht bieten würden, jedoch ist die kleine Insel Margaritha, die nur wenige Kilometer vom Festland Venezuela entfernt liegt, extrem windbegünstigt. Eigentlich könnte man fast von einer 100% igen Windgarantie sprechen. Leider muss ich sudern, aber als blutiger Anfänger wünscht man sich da schon diesen mal abstellen zu können. Ab 10 Uhr am Vormittag bläst es fast unaufhörlich bis in die Nacht hinein. Da lautet die Devise kleines Segel nehmen und durchbeissen, denn Einsteiger finden hier die per-fekten Bedingungen. Wer noch nicht Höhe laufen kann, läuft diese eben am wunderbar breiten Sandstrand. Man darf nicht vergessen so ein "Strandlauf" eignet sich ja auch perfekt zur Kontakt-aufnahme mit anderen Leidensgenossen……

Wer den Beach- od. Wasserstart noch nicht beherrscht, der sollte diese "Badewanne" von 300m Stehbereich mit durchgehend sandigem Boden ohne Steine und Seeigeln nutzen. Und während die Einsteiger von einer Badeplattform am Ende des Stehbereichs erinnert werden umzukehren, nutzen die Cracks diese um sich bei den coolsten Moves fotografieren zu lassen. Draussen baut sich eine bis zu 1,5 Meter hohe Dünungswelle auf, die sich ideal zum Springen eignet. Dioni - King of the Lake 2000- begann hier seine Karriere und Ricardo- Prince of the Lake 2001- sprang hier vor unseren Augen seine ersten Doppelloops! Und damit Ihr nicht glaubt nur die Männer wurden hier gross, nein auch Collette hat hier ihre Karriere begonnen.

Vom Bett aufs Brett - so stellen wir uns das eigentlich vor! Kein Problem, im Hotel Windsurf Paradise fühlt man sich so richtig wohl. Auf der herrlichen Palmenterrasse mit Meerblick geniesst man ein grosszügiges Frühstücksbuffet mit exotischen Früchten. Von hier schaut man direkt auf die Happy-Station von Chrissy und Kai und man gustiert bei einem Teller Pancakes schon welches Brett man denn heute nehmen wird. Mit Material von F2, Maui Project und North Sails ist man hier bestens versorgt.

Nachtleben in dem Sinn gibt es eigentlich nicht, nach 23 Uhr sagen sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hunde Gute Nacht. El Yaque besteht wirklich nur aus ein paar Hotels und Restaurants. Nach einer Woche hat man so ziemlich jedes Restaurant 1mal ausprobiert und kommt zu dem Schluss, dass es bei Mike´s Grill (Fisch und Fleisch mit superriesen Ofenkartoffeln) und beim Italiener gleich neben dem Sail Fast Shop am Besten schmeckt! Sehr empfehlenswert ist auch das einmal wöchentliche Mexican Barbeque im Windsurf Paradise. Achtung!- Überessungsgefahr:-)

Es werden diverse Ausflüge angeboten (Dschungeltour, Wellenreiten sowie ein Bummel in der Stadt Porlamar ), jedoch muss ich leider sagen, dass die Insel ausser Wind nicht viel zu bieten hat. Margaritha und ihre Bewohner sind sehr arm und dementsprechend gering ist das Interesse in Kläranlagen für die Hotels zu investieren. Da die Insel aber sehr touristisch ist, macht sich das natürlich an der Wasserqualität bemerkbar. Abschliessend möchte ich sagen, dass El Yaque der perfekte Spot für die ausgehungerten Surfer unter Euch ist, die windmässig kein Risiko eingehen wollen. Aber alle jene die sich ein bisschen mehr Abwechslung und Nightlife im Urlaub wünschen würde ich diesen Spot nicht als erste Wahl ans Herz legen.

SurfBabe Kerstin

 

 

06-Jun-2004