Feliz Navidad - Weihnachten am Sandstrand

Fuerteventura/ Kanarische Inseln. Jänner 2002.

 

Fuerte auf einen Blick:

1. Fuerteventura Süd-Sotavento:

Wind: meist weht der kräftige Passatwind (am stärksten von April bis August), der durch die geographische Lage noch verstärkt. wird, ablandig, wodurch perfekte Flachwasserbedingungen herrschen; im Winter kann der Wind auch aus südlichen Richtungen wehen, wodurch sich gemäßigte Wellen aufbauen - ideal für Welleneinsteiger;
Surfspot: 5 km langer wunderbarer Sandstand (steht unter Naturschutz) - bei Flut bildet sich eine Lagune (gut geeignet für BoardbabeEinsteiger und Schulung);
Surfstation:
- Rene Egli 1: beim Hotel Gorriones Surfstation unmittelbar am Strand -tolles Leihmatierial von F2, JP, Neil Pryde, auch Kites von Cabrinha
- Rene Egli 2: Surfstation eine Bucht weiter, mit netter einfacher angeschlossener Bar für den kleinen Hunger zwischendurch, auch hier Lagune für Anfängerunterricht, grosser Parkplatz Nähere Infos unter: www.rene-egli.com

Unterkunft:
- Hotel Gorriones: (4 Stern - relaxtes Surferfeeling kommt hier nicht wirklich auf - viele Pensionisten im Winter) - Surfstation Rene Egli 1 ist in unmittelbarer Nähe zu Fuss erreichbar
- Villa Christina: idyllische Appartments direkt oberhalb von Rene Egli 2 Station - unbedingt vorreservieren Tel. 0034-928-174552
- Unser Tipp: Aparthotel Caleta del Sol - Tourikomplex: zwischen Jandia und Sotavento - ist gross, wirkt aber nicht so, schmiegt sich an den Berghang, viel Grün, jedes Appartment mit eigener Terrasse, voll ausgestatteter Küche, bis zu 4 Personen/App., tolles Preis-Leistungsverhältnis (~40 Euro/App.) Tel. 0034-928-163696
Life: zum Frühstück oder Brunch bietet das Fuerte Action in Costa Calma an (frischgepresster Orangensaft, scrambled eggs, richtig guten Kaffee und grosse Sandwiches);
Anmerkung: Der Süden Fuerteventuras ist fest in deutscher Hand!!...oft kein sehr ästhetischer Anblick!

2. Fuerteventura Nord/ Corralejo/ Flag-Beach:

Wind: der kräftige NO-Passatwind (am stärksten von April bis August) weht am Flag-Beach sideshore von links- in Ufernähe gibt's aufgrund eines Riffs Flachwasserbedingungen, weiter draußen leichte Welle; im Winter kann der Wind auch sehr kräftig aus südlichen Richtungen wehen, wodurch sich zwischen der Insel Los Lobos und dem Flag-Beach masthohe Wellen aufbauen können - nichts für Anfänger!!
Surfspot: links die Stadt, rechts ein Riesenhotelkomplex (Bausünde) und dazwischen der kilometerlange Surfstrand Flag-Beach mit feinem weißen Sand, geparkt wird direkt an der hinter dem Strand vorbeiführenden Straße
Surfstation: Fanatic Windsurf Center Beginner: am Stadtstrand von Corralejo herrschen gemäßigtere Bedingungen (auch Surfstation)
Unterkunft: Direkt am Spot keine Möglichkeit - zahlreiche Hotels und Appartmentanlagen in Corralejo (in der Hauptsaison unbedingt vorreservieren)
Nightlife: Corralejo beeindruckt v.a. bei Nacht (bei Tageslicht kann Corralejo weit weniger!) mit unzähligen Restaurants, Bars, Shops und Discotheken; Unser Tipp: Kiwi-Bar: coole Videos, leckere Cocktails, relaxtes Publikum Corcys: Surferbar - coole Dekoration - grosser Bildschirm mit Surfvideos - Billiard, Darts ...und zum Frühstück frische Croissants und guten Cafe con leche im Cafe Vienne;

3. Fuerteventura Nord/El Cotillo

Surfspot: an der wilden Westküste gelegen, im Sommer, wenn der Passat weht, ein hardcore Wavespot (nicht umsonst hat der Hafen Von El Cotillo einen überdimensionalen Wellenbrecher) Im Winter ein eingefleischter Wellenreitspot
Life: Super nettes Fischerdorf mit einigen netten Surfbars und Surfshops - endlich wieder abseits des Massen-Tourismus!
Unterkunft: hauptsächlich private Appartments - in der Hochsaison vorreservieren!

Tipp: Gelsenstecker nicht Vergessen!


Die Qual der Wahl:
Norden oder Süden - Windsurfen oder Kiten - Welle oder Flachwasser?

Ich wollte immer schon mal wissen, wie es ist einmal zu Weihnachten nicht auf's Snowboard, sonden auf's Surfbrett zu steigen. Also kündigte ich meinen Eltern rechtzeitig an, dass ich dieses Jahr zu Weihnachten nicht im Lande weilen würde und hängte mich ins lnternet auf der Suche nach einem Spot mit Wind und möglichst weit im Süden.
Südafrika, Barbados und Australien schieden wegen des langen Fluges und aus Budgetgründen aus. Also wurde es Fuerteventura, wo ich auch einen der letzten freien Flüge ergatterte (Charter, wodurch wir auch unsere Boards günstig mitnehmen konnten!). Unser Mietauto (ein Klassiker: Opel Corsa mit Dachträger...und der hatte einiges zu bewältigen) wartete schon am Flughafen - unbedingt zu empfehlen, da die Spots oft nur mit Auto zu erreichen sind!


Über Stock und vor allem Stein!


Vormittag am Sotavento Beach

Wir düsten also los Richtung Jandia und suchten uns ein Appartment, was sich als gar nicht so leicht erwies, da Weihnachten auf den Canaren Hauptsaison ist.

Das erste Frühstück im Bikini und die ersten Gleitminuten am nächsten Tag im Shorty und ich wusste wir hatten richtig gewählt.

Der Strand von Sotavento hatte es uns auch angetan: weisser Sand und türkisfarbenes Wasser. Und diesmal hatten wir sogar Glück mit dem Wind: 5 Bft. an den ersten beiden Tagen - perfekt zum Einfahren

Dann leider eine kurze windlose Durststrecke, die wir aber nutzten, um die Insel zu erkunden:

Viel wächst nicht auf Fuerteventura - ein paar Palmen, ein paar Tomatenplantagen und ein paar Ziegen (sollten eigentlich ca. 70.000 sein, aber die haben sich gut versteckt).

So touristisch Jandia ist, so urtümlich ist es 20 km weiter ganz im Süden der lnsel. Gleich beim Leuchtturm entdeckten wir die Bar Tenderete, wo uns Opi den herrlichsten Fischeintopf den wir je gegessen hatten in einem riesigen Topf servierte.

Und dann war er wieder zurück der Wind - ein kräftiger Südwind mit 5-6 Bft., der an den nächsten beiden Tagen hoch stärker werden sollte (6-8 Bft.).


Die Windmühlen stehen still!

Wir hatten beschlossen, dass wir diesmal im Norden in der Nähe von Corralejo bei mehr Welle surfen. Und auch Silvester wollten wir in Corralejo feiern.

Diesmal sollten wir belohnt werden - mächtige Wellen erwarteten uns in Corrolejo am Flag Beach. Der Wind wähte sehr kräftig aus südlichen Richtungen, wodurch sich zwischen der Insel Los Lobos und dem Flag-Beach masthohe Wellen aufbauten - nichts für Anfänger!! Mein Puls war auf ungefähr 200 als ich versuchte über den Shorebreak hinauszukommen, was aber nicht sofort gelang. Aber erst einmal draußen genoß ich die mächtigen Wellen und nutzte die Gelegenheit für die ersten Sprungversuche. Kurz zusammengefaßt: Landung unkontrolliert - Sprünge: Hauptsache hoch!!! Und auch das Abreiten der Wellen machte mächtig Spaß!

....was will man mehr an einem 1. Jänner?!?

Übrigens Mädels, in Corralejo gibt es neben ziemlich coolen Bars auch viele nette Surfshops...yes, Shopping!!!

CU on Board - SurfBabe Babs

 

06-Jun-2004