Gerade noch in Wien...und 3 Stunden später am Surfspot!
...und der Sommer kann kommen!

Karpathos, Griechenland / August 2003


Sollte der Sommer in Wien sich wieder mal als ein wärme- und windtechnisches Desaster erweisen, so gibt es im Süden Griechenlands einen Spot, der in nur 3 Stunden erreichbar ist! Quasi vom Büro aufs Surfboard!
Zur Abwechslung wollten wir mal wieder Wind...und nichts als Wind. Geplanter Urlaubszeitpunkt war August und da ist nun einmal Griechenland mit seinem beständigen Meltemi in den Sommer-Monaten ein heißer Tipp.
Kurzentschlossen buchten wir ein Last Minute Ticket nach Karpathos, die südlichste griechische Insel...schon fast an der türkischen Grenze.

Eigentlich wollten wir ja unser eigenes Material mitnehmen, aber das Schicksal schlug uns gleich 2 Schnippchen - zum einen war es unmöglich ein Auto auf der Insel aufzutreiben, zum anderen eröffnete uns unsere Fluglinie, dass sie unser angemeldetes Surfmaterial doch nicht mitnehmen können...und das 1 Tag vor Abflug. Da war guter Rat teuer, aber Internet macht es möglich und keine Stunde später hatten wir uns ein Surfmaterial vor Ort in der Surfstation von Chris Schill reserviert! Und das stellte sich als guter Plan heraus, da es diese beiden Wochen so viel Wind gab, dass unser Material ohnehin zu groß gewesen wäre!


Der Vorteil an der Surfstation von Chris Schill ist, dass es gleich 3 Spots giebt, wo man sich Material ausborgen kann, und somit wirklich für jeden etwas dabei ist:

In der Devils Bay weht der Wind am stärksten - er kommt über den Berg und wird durch eine Düse noch verstärkt, ehe er auf das Wasser knallt. Der Name kommt nicht von ungefähr. Der Spot ist ein Flachwasserspot und der Wind weht off shore von links.

Die Chicken Bay ist am ehesten für Anfänger geeignet - von der Form fast wie eine Lagune und mit einem grossen Stehbereich. Allerdings kann der Wind hier schon recht böig sein.

Der Luv-Spot ist der Wellenspot - geeignet nur für Fortgeschrittene Babes. Hier gibt es ein paar Riffe, wo die das Wasser in einer netten Welle bricht. Man kann das Riff aber auch umfahren und außerhalb des Riffs die Dünenwellen abreiten. Der Wind weht an diesem Spot side-shore von rechts. Die Station am Luv-Spot ist relativ einfach...ein paar Container für das Material und der Wohnwagen von Magnolis, "die" Taverne am Platz! Magnolis, ein typischer Grieche, hält jeden Tag in seinen Töpfen ein paar Köstlichkeiten für hungrige Surfer bereit. Natürlich gibt es auch immer ein kühles Bier!

Revier und durchschnittliche Segelgrößen:

Surftechnisch war es ein voller Erfolg! Jeden Tag Wind (wir waren 14 Tage) und kaum ein Tag mit einem grösseren Segel als 4,7.

Das meistgebrauchte Segel in der Devils Bay war das 3,2m² Segel (also schon ganz schön heftig); Dafür herrschen aber absolute Flachwasser-Bedingungen bzw. wenn es sehr heftig bläst choppy water.

Am Luv-Spot ist der Wind immer rund 1 Windstärke schwächer, und so war dort das 4,2m² Segel das Standardsegel! Die Welle am Luvspot ist für Welleneinsteiger auch nicht zu verachten und bietet jede Menge Rampen zum Üben derr ersten Chop hops!!

Surfmaterial:

Vom Material her ist die Chris Schill Station am Luv-Spot auch bestens ausgestattet: Boards von JP und Segel von Neil Pryde und Arrows.

In der Devils- und Chicken Bay waren Boards von F2 und Segel von Arrows zu mieten!

Nähere Infos unter: www.windsurfen-karpathos.com

Unterkunft:

Aber auch vom wohnen haben wir eine Platz zum Wohlfühlen gefunden - ein nett geführtes kleines Hotel nur wenige Kilometer von den Surfspots entfernt. Die ruhige Lage, der Meerblick und das Frühstück auf der Terasse lassen echte Urlaubsstimmung aufkommen.

Nähere Infos unter: www.hotel-poseidon.gr

Kulinarisches:

Auch von der kulinarischen Seite gibt es einige leckere Tavernen zu entdecken!

- Fragt doch zum Beispiel nach der Taverne von Manolis (gleich neben der Chicken Bay).

- Ein wenig weiter, mit einem Moped aber kein Problem, lohnt sich auf jeden Fall Besuch in Pigdia (Hauptstadt von Karpathos). Unser Tipp: ein Cocktail in Pigadia mit Blick auf den kleinen Hafen.

- Ein Ausflug an die andere Seite der Insel lohnt sich auch auf jeden Fall - lasst Euch den Weg zur Taverne "Under the tree" schilder! Ein romantisches Plätzchen mit herrlichen Zuccini-Sticks!

Ein perfekter Surfurlaub!

Und der Wind bläst Tag und Nacht!

CU on board!

BoardBabe Babs

 

 

 

14-Jun-2004